Der Naturschutzpreis 2019 für Solarlux!

Das Motto des Wettbewerbs lautete „Firmengelände ökologisch wertvoll gestalten“, vergeben wurde der Naturschutzpreis 2019 von der Naturschutzstiftung des Landkreises und der Haarmann Stiftung Osnabrück. Solarlux konnte überzeugen: Die Vielfältigkeit der hier auf ihrem Campus realisierten Naturschutz-Maßnahmen hat die Jury begeistert.

 

Solarlux hat sich vor dem Bau der Firmenzentrale und Produktionsstätte in Melle grundsätzliche Fragen gestellt: Wie könnte eine zukunftsfähige Gewerbearchitektur aussehen? In welcher Arbeitsumgebung fühlen sich die Mitarbeiter wohl? Was können wir beitragen, um Ressourcen zu schonen? Und wie können wir das Gebäude und das Gelände so gestalten, dass auch Lebens- räume für Tiere und Pflanzen entstehen?

Schnell kristallisierte sich für die Bauherren Herbert und Stefan Holtgreife heraus, was wichtig ist: hohe Gestaltungsqualität und Ästhetik, moderne Arbeitsplätze mit Aufenthaltsqualität und die Nutzung erneuerbarer Energien. Außerdem: geringe Eingriffe in den Naturhaushalt und der Erhalt des Landschaftsbildes durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen, zeitnah und an Ort und Stelle.

Freiraumplanung spielt im Industriebau, bei dem es vorrangig um Produktivität, optimale Grundstückseffizienz und Kosten geht, häufig eine Nebenrolle. Auf dem Solarlux Campus sind die Außen- anlagen dagegen selbst Protagonist. Den in der Region sehr ver- wurzelten Bauherren war es wichtig, die Architektur gestalterisch und sozial in die ländlich geprägte, leicht hügelige Topografie und die Landschaft einzubinden.

Gemeinsam mit einem Planungsbüro für Garten- und Landschafts- architektur haben die Planer eine parkähnliche Umgebung geschaffen, topografisch sensibel, wertig und offen. Die Übergänge zwischen innen und außen sind dabei fließend. Die grünen Zungen gliedern die Baukörper und reichen bis in die Innenhöfe und auf die extensiv begrünten Dächer. Die Natur – Licht, Pflanzen, Jahres- zeiten – ist so auch im Gebäude fortwährend präsent.

Auf dem Gelände sind insgesamt 520 Bäume, 4.800 m2 Strauch- und 4.600 m2 Bodendeckerflächen zu finden. Unüblich für einen Gewerbebau ist ein Großteil dieser Freiflächen für die Öffentlich- keit zugänglich, denn Zäune gibt es auf dem Solarlux Campus nicht. Lediglich der Logistikhof ist aus Sicherheitsgründen eingefriedet.

1. LANDSCHAFT UND TOPOGRAPHIE

Grundlegende Idee der Planer war es, die Baukörper so stark wie möglich mit der umgebenden Landschaft, die geprägt durch Felder, Grünland und Waldgebiete ist, zu verzahnen. Durch eine Art Terrassenstruktur wird ein klarer Umgang mit dem Gefälle des Geländes möglich.

Hierdurch:
· wurden umfangreiche Erdbewegungen vermieden
· bleibt das leicht hügelige Landschaftsbild erhalten
· ergeben sich geschützte Lebensräume für Flora und Fauna

2. DIE GRÜNEN PATIOS

Durch Teilung der Baumasse in Einzelbaukörper eröffnen sich
im Inneren des Gebäudekomplexes großzügige Freiräume, Grün- dächer und Gartenhöfe. Diese Innenhöfe oder Patios mit direktem Bezug zu den angrenzenden Gebäudeteilen sind als Atrien freundlich und einladend gestaltet.

Sie sorgen dafür, dass:
· auch die Mitarbeiter in den innen liegenden Gebäudeteilen

in die Natur blicken können
· das Mikroklima positiv beeinflusst

3. WILDBLUMENWIESEN

Anstatt aufwändig zu pflegenden Rasenflächen bieten 37.000 m2 naturnahe Blumenwiesen mit Saatgut aus standortgerechten und heimischen Wiesenarten eine artenreiche Pflanzengemeinschaft. In Zusammenarbeit mit einem Melleraner Imker wird der „Solarlux Honig“ produziert.

Vorteilhaft ist, dass:
· Wildbienen, Bienen, Hummeln und weitere Insekten und Tiere einen Lebensraum finden
· ein bis drei Schnitte im Jahr ausreichend sind
· weder Düngung noch Spritzmittel notwendig sind

4. STRÄUCHER, GEHÖLZE, BÄUME

Heimische und standortgerechte Pflanzen sind neben Blühwiesen das Kernstück der Außenanlage. Großzügig bepflanzte Flächen unterteilen sie in verschiedene Zonen und bieten mit ihren Blüten den Insekten zeitversetzt Nah- rung. Laubtragende Baum- und Strauchcluster sind nicht nur ein Spiegel der Jahreszeiten, sondern nehmen auch die landschaftsprägenden Feld- und Baumhecken auf.

Dabei bieten sie:

  • Nahrung und Unterschlupf für Tiere

  • vielen Vogelarten Unterschlupf und Schutz vor Fressfeinden

  • Lebensraum für Nützlinge, die Pflanzenschädlinge in Schach halten

5. BEGRÜNTE DACHFLÄCHEN

6.500 m2 extensiv begrünte Flachdächer sind eine optische Bereicherung für die Mitarbeiter und beeinflussen das Mikroklima positiv. Die Dächer sind so aufgebaut und bepflanzt, dass
die Pflanzen sich selbst erhalten, weiter entwickeln und keine weitere Bewässerung außer dem Niederschlag benötigen.

Weitere Vorteile sind zahlreich:
· Ersatzlebensraum für Flora und Fauna
· Temperaturdifferenzen werden ausgeglichen
· sie wirken schallschluckend und wärmedämmend · Wasser bei Starkregen wird zurückgehalten
· Bindung von Schall- und Luftschadstoffen

6. RETENTIONSBECKEN

Im südöstlichen Grundstückbereich liegt das Regenrückhaltebecken. Hier wird das Regenwasser der Dachflächen gesammelt und zeitverzögert in den Strothebach eingeleitet. Die naturnahe Gestaltung mit einer ab- wechslungsreichen Uferlinie, unterschiedlichen Tiefen und einer standort- gerechte Bepflanzung führt zur Entwicklung verschiedener Biotoptypen.

So werden neue Lebensräume für Tier- und Pflanzenwelt geschaffen, die: · wichtige Rückzugsräume und Brutstätten für Vogelarten bieten
· optimale Laichbedingungen für Amphibienarten darstellen
· Räume zur Entwicklung verschiedenster Libellenarten geben

7. REGENWASSERVERSICKERUNG

Die Parkplatz- und Wegeflächen im Park sind mit wasserdurch- lässigen Belägen ausgestattet, die in ungenutzten Teileflächen auch Wildbewuchs zulassen (z.B. Feuerwehrumfahrten). So werden Niederschläge an Ort und Stelle wieder dem natürlichen Wasser- kreislauf zugeführt.

Weitere Vorteile sind:

  • die Erhöhung der Boden- und Pflanzenverdunstung zur Verbesserung des Kleinklimas

  • das Schützen vor Gefahr des Trockenfallens bei Niedrigwasser durch Grundwasserneubildung

  • die Entlastung der städtischen Entwässerung/Kanalisation durch Starkregen

8. INSEKTENFREUNDLICHE AUSSENBELEUCHTUNG

Die Anforderungen an eine effiziente Außen- beleuchtung decken sich auch mit den Interessen
des Naturschutzes. LED-Leuchten sind nicht nur aus Effizienz- und Klimaschutzgründen, sondern auch aus Artenschutzgründen von Vorteil.

Die auf dem Campus installierten Außenleuchten:

  • haben nach oben hin abgeschirmte Leuchtkörper und ziehen somit keine nachtaktiven Insekten und Vögel an

  • haben keine Leuchtengehäuse, die für Insekten eine tödlichen Falle darstellen

  • sind nur auf Wegen und Plätzen installiert, wo eine Beleuchtung zwingend notwendig ist

  • werden über Dämmerungssensoren den tatsächlichen Lichtverhältnissen angepasst und nur bei Bedarf „hochgefahren“

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